Life

Sommer

Einwenig blabla rund um den Sommer:

Who says I can’t get stoned. Turn off the lights and the telephone. Me in my house alone. Who says I can’t get stoned. Who says I can’t be free. From all of the things that I used to be. Rewrite my history. Who says I can’t be free?
 
Ich hasse es das mich Filme so sehr beeinflussen. Ich hasse es das mich Musik so sehr beeinflusst und das mich Träume so sehr beeinflussen. Ich hasse es das mich Sonnenuntergänge so sehr beeinflussen und ich nach „dem“ Song krame passend zu der Situation. Ich hasse es so sehr das ich noch Stunden nach einem Kinobesuch über diesen Film sprechen könnte. Ich hasse es ständig Filme bewerten zu müssen. Ich hasse es das ich mir Songtexte durchlese um irgendeinen Sinn dahinter zu verstehen. Ich hasse es das beim fotografieren immer noch nach „diesem“ Moment suche und nach „diesem“ Licht. Nach diesem besonderen. Das ich die Kamera nicht weglegen kann. Ich hasse es das es in Fotos und in gemalten immer noch nach einer geheimen Message suche, welche meistens gar nicht existiert. Wie mein Leben wohl ohne diesem ganzen Kram wäre? Ich hasse dich Kunst, aber ich liebe dich auch. 
 
 

 

Mama, lass mich einfach noch dieses Jahr leben. Nächstes Jahr, da kümmere ich mich um meine Zukunft

Man ist durch die Straßen schon gefühlte 1000 mal gelaufen und ich weiß noch ganz genau wie ich diese Stadt das erste mal entdeckt habe. Ich war frisch 18 Jahre geworden und wollte unbedingt mal alleine irgendwohin reisen, das Reiseziel war mir an sich komplett egal und so entschiede ich mich für eine Pauschalreise nach Mallorca. Es waren 5 tage, mein Hotel lag irgendwo am Ballermann (ungewollt) und für diese Reise habe ich nicht wenig Geld hingelegt. An einem Vormittag entschied ich mich mit dem Bus nach Palma zu fahren und mal einwenig Sightseeing zu machen, mein Spanisch beschränkte sich auf hola aber das man gar kein Spanisch braucht erleichterte die Sache mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wesentlich. Der Bus hielt irgendwo an und ich lief zufälligerweise direkt in die Altstadt von Palma. Dabei entdeckte ich die Gassen und Straßen ohne jeglichen Plan, einfach der Nase nach. Damals sogar noch ohne Internet (oh Schreck!) Ich verlor mich irgendwo in den vielen Straßen und bin dann irgendwann in einer kleinen und gemütlichen Tapas Bar gelandet. Hungrig saß ich mich hin und bestelle die besten und einfachsten Tapas meines Lebens. Frisch aufgeschnittener Iberico Schinken, hauchfein auf ein leckeres Baguette gelegt. Daneben Oliven die überhaupt nicht bitter waren und dazu ein weiches Aioli, welches im Mund schmolz. Es war einfach herrlich und ein kleines Fest im Mund. Ich genoss jeden Bissen. Dazu wehte ein leichter Wind in die halb offene Bar und die Bedienungen schenkten ein riesiges Lächeln. Für läppische 5 Euro hatte ich die besten Tapas gefuttert. Ich verliebte mich in diese kleine Bar und machte noch ein Foto zur Erinnerung. Ein Jahr später besuchte ich wieder Palma, diesmal mit meiner Mama. Natürlich gingen wir wieder in dieses kleine Restaurant und schlemmten Leckereien, auch meine Mama war überzeugt und begeistert von den herrlichen Tapas. Ich versprach mir jedes mal wenn ich Palma besuchte diesen kleinen Tapas Laden aufzusuchen. Ein Jahr darauf reiste ich mit meiner Schwester nach Palma und auch ihr wollte ich die besten Tapas der Welt zeigen. Wir gingen an den ungefähren Punkt wo sich die Bar befunden hat aber irgendwie war sie nicht auffindbar. Wir durchsuchten die halbe Innenstadt, Google und zudem auch noch Tripadvisor. Aber sie war einfach nirgends zu finden. Ich war mir sicher die richtige Stelle markiert zu haben aber nichts sah mehr so aus wie die Bar. Wie sehr konnte ich mich geirrt haben? Seitdem suche ich jedes mal wenn ich auf der Insel bin nach diesem Tapas Restaurant. Aber ich konnte die besagte Tapas Bar nicht mehr wiederfinden, sie lebt ausschließlich in meiner Erinnerung. Mittlerweile bezweifle ich das die Tapas dort überhaupt so gut waren, man durfte mit der Zeit ja auch andere probieren. Auch jetzt war ich wieder auf der Suche nach diesem kleinen Lokal und wieder war ich erfolglos. Nichts mehr erinnert daran, sie lebt ausschließlich in meinen Gedanken und Erinnerungen. Und vielleicht ist das auch gut so. Ich werde immer positiv und im guten an diese Bar zurückdenken, sie wird keinen schlechten Besitzer kriegen der die Tapas ruiniert, nie zu voll sein damit man keinen Platz bekommt und nie werde ich sie geschlossen sehen. Sie ist und bleibt immer gut in meinem Kopf. 

 
Endlich ist Sonntag wieder mein Lieblingstag. Irgendwie war es schon immer. Früher habe ich ihn genutzt um nach einer Hochzeit auf dem Sofa zu liegen und sich nicht viel zu bewegen. Ich war komplett kaputt und konnte meine Beine nicht mehr spüren. Aber jetzt hat sich das verändert, ich liebe Sonntage wegen dem Sport den ich komplett ohne Zeitdruck mache. Wenn ich keine Pläne habe. Wenn ich mir Zeit nehme für die wichtigen Menschen im Leben. Und wenn ich einfach mal schlafen kann solange ich möchte. Ich liebe dich Sonntag. 
 
 
Ich habe dich da stehen gesehen, du trägst ein rotes Kleid. Es weht leicht im Wind. Du drehst dich um und ich bin entfesselt. Du schaust mich an und ich schaue dich an. Ich frage mich was du denkst, ob du das selbe denkst wie ich? Soll ich dich nochmal anstupsen oder es für mich sein lassen? Vielleicht treffen wir uns wieder. Aber daran glaube ich nicht, weil wir trafen uns schon zweimal. Vielleicht könnten wir uns im nächsten Leben nochmal treffen? Einfach nur reden und Zeit verfliegen lassen. Du bist untypisch schön, keine normale Schönheit. Deine Augen glitzern, aber ich kann mich nicht an die Farbe erinnern. Grün, gelb, grau, eine Mischung die ich davor noch nie gesehen habe. Ich würde dich nur zu gerne mit meinem gelben Regenschirm abholen und wir würden einfach mal im Regen spazieren gehen, fast wie früher. Wir würden wieder an diese kleine Bar an der 79ten gehen, wo es nach Zigarren roch und dieses feine Trüffel Risotto angeboten wird. Wieder Jazz hören und das Schweigen zwischen uns genießen. Wir wären sowas wie vom selben Stern. Aber du sahst mich nie so an wie ich dich. Also muss ich wirklich Autumn Leaves für den Rest meines Lebens alleine hören? Das sind meine Gedanken, als ich dich da sah mit diesem Roten Kleid und deinem großen Lächeln. 
 
 
 
Mit einem 90er Jahre Roller durch die engen Straßen fahren, sich nicht verfahren können da es ausschließlich zwei Straßen auf dieser Insel gibt. Frischen Kaffee holen aus diesem kleinen Hippie Restaurant um die Ecke und dabei mittelmäßiges Thailändisches Essen verspeisen. Frühs exotischen Vögeln beim singen zu hören. Strom nur von 23-6 Uhr. Keine Internetverbindung und kein Wifi Spot der einen überall begleitet. Eine Holzterasse mit vielen Kissen und rote Fahnen die im Wind leicht wehen. Abends den Sonnenuntergang anschauen an dem breiten Sandstrand. Kein typisch schöner Strand, denn er hat dunkeln Sand und hohe Wellen. Jedoch spiegelt sich die Sonne beim Untergang fantastisch in den Sand und es ergibt sich ein einmaliges Schattenspiel. Abends von einem Strand zu dem nächsten fahren und die Hippie Bar besuchen. Die Buddha Statue anschauen und auch den kleinen Hafen besuchen, der ab und zu Touristen auf die Insel bringt. Ein Kayak am Strand ausleihen und die dichten Mangroven durchfahren. Ab und zu schnorcheln, jedoch verbittert feststellen das die Sicht zu schlecht ist. Mehr ist nicht zu tun und das ist genau alles was man auf Koh Phayam machen kann. Und genau das werde ich tun. Nicht mehr und auch nicht weniger. 
 
 
„please give me coffee to change the things i can and wine to accept the things i can’t“
 
 
Abends wenn es dunkel wird saß ich mich diesen Sommer sehr gerne einfach mal auf den Balkon. Von diesem habe ich perfekte Sicht auf die Sterne und erhoffte mir jeden Abend eine klare Nacht. Wenn die Twilight Hour langsam endet, die Straßenlaternen erlöschen und der Himmel schwarz wird leuchten die Sterne auf. Manche glitzern, manche sind besonders hell und manche verwechselt man auch gerne mal mit einem Flugzeug. Irgendwie war es nichts besonderes, aber ich werde mich immer daran erinnern wie ich ständig bis spät Nachts auf war um in den Sternenhimmel zu schauen. Nachts ist einfach alles besser. Musik ist tiefgründiger, Gespräche leichter. Und ahja, ich habe den Mars gesehen.
 
 
When my mom said „people who have good hearts will always end up losing because we always give more than what we receive, we always forgive, and we accept the love we get even when we know we deserve better“ i felt that shit.
 
 
Nur ein paar Erinnerungen an diesen Sommer: eevee – belas; John Butler Trio – Better Than; Maribou State – Manila; Judah & the Lion – Twenty-Somethings; Tash Sultana – Electric Feel; Bonobo – Cirrus…
 
 
 

 
 
 
 
 
 

 

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