Life

Melancholisch

Ein paar Selbstportraits: später Abend, Fitnessstudio und eine Dokumentation über Peter Lindbergh. Seine Art zu fotografieren gefällt mir nach wie vor unglaublich gut, seine schwarz-weiß Portraits sind klassisch und zeitlos, ich liebe sie. Und auf einmal war sie da: Die Lust etwas schönes zu machen. 6 Uhr aufstehen, kein Kaffee und ein wenig Hoffnung auf Sonnenlicht am Morgen.

„Farbe bleibt auf der Oberfläche, Schwarz weiß geht unter die Haut“.

Der Stil den er damals entwickelt, hat viel mit Bewegung zu tun und von Anfang an fotografiert er so wie es ihm entspricht. Nie kommt ein Stativ zum Einsatz. Er tanzt mit mit seinen Objekten, schon damals auf der Suche nach der einen Sekunde in der man alles erfasst.

„Ich bin sehr angezogen von Melancholie, ich find Melancholie höchst attraktiv, auch bei Menschen. Das schlimmste was ich mir vorstellen könnte wäre mit einer Frau verheiratet zu sein die immer eine halbe Stunde früher aufsteht und sagt: Hallo, guten Morgen Schatz, möchtest du einen Kaffee haben? Das ist ein wunderbarer neuer Tag. Ich glaub ich würde mich umbringen“.

Ich mag es wenn man immer mal wieder etwas neues ausprobiert in der Fotografie und die Ideen dafür kann man an den seltsamsten Orten finden. In einer Doku, wenn man Musik macht oder in einer Hängematte. Ja, ich liebe Drama, zumindest auf Fotos. Früher habe ich ausschließlich ernste und nachdenkliche Bilder gemacht, aber das Leben besteht zum Glück auch aus Lachen und positiven Ereignissen und das macht mindestens genau so viel Spaß in der Fotografie.


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