Zuhause

Man schaut auf die Autobahn und diese ist leer, das laute dauerhafte Brummen ist nun zu einer Stille geworden. Nur einige laute LKWs hört man noch auf der A3 fahren. Es ist kaum zu glauben aber, die Welt steht still. Georg nahm seinen Dackel Wasti von der Leine und dieser rannte los als hätte er erst jetzt die Freiheit entdeckt. Mein Blick schwankte von dem stillen Wasser der Weiher zu der untergehenden Sonne im Hintergrund. Von dem kleinen Bach wo das Wasser still fliest zu dem ruhigen Steg. Kontaktverbot auf dem Land ist friedlich. In der Natur scheinen alle Probleme der Menschen wie weggeflogen.  Das Coronavirus ist den Frühlingsblumen egal. Am Vortag gingen wir ins Self Made Gym von Georg, dieses ist offen und nur mit einigen Holzbalken von der Frischluft geschützt. An den Wänden findet man buntes Graffiti und es gibt einiges zu entdecken. Das man abseits des geschlossenen Fitnessstudios zuhause fit bleibt ist nicht selbstverständlich, ein Homeworkout ist auch schon gut aber mit Gewichten zu trainieren ist für mich noch besser. Nach einem anstrengenden Training fühle ich mich befreit. 

Ich muss gestehen ich habe mich gefreut auf den Frühling und all die schönen Hochzeiten die ich fotografieren darf. Endlich wieder mit der Kamera loslegen und Motive suchen. Licht suchen. Kreativ sein. Jedoch hat das Coronavirus diesen Frühling etwas anders für mich und vielen anderen geplant. Das Jahr ist gehäuft von Absagen von Veranstaltungen und die damit verbundenen Brautpaaren. Eine Verschiebung des Termins ist nicht immer einfach und ich hoffe ich finde mit vielen Brautpaaren eine Lösung. “Es ist ein dynmisches Geschehen”, “Das Coronavirus hat wieder hunderte Tote in Italien gefordert”, “Kontaktverbot”. Die letzten Wochen waren geprägt von schlechten Nachrichten. Ist es nicht verrückt wie schnell sich die Welt verändern kann? 

 

 

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